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BARF - Eine Einführung und Analyse                                                                    aus Hunde-Wissen, der freien Wissensdatenbank

Inhaltsverzeichniss

1 BARF - Rohfütterung                                                                                           1.1 Was bedeutet eigentlich BARF?                                                                         1.2 Was ist BARF?                                                                                              1.3 Woher kommt BARF                                                                                       1.4 Warum füttert man BARF?                                                                               1.5 Was braucht der Hund?                                                                                   1.6 Wie ernährt man seinen Hund mit BARF?                                                         1.7 Was darf man füttern und was nicht?                                                                1.8 Bedenken gegenüber BARF                                                                             1.9 Urheberrecht

Was bedeutet eigentlich BARF?                                                                              Das Akronym BARF war ursprünglich eine spöttische Bezeichnung für Haustierbesitzer, die ihre Hunde und Katzen roh ernährten und bedeutete „Born again raw feeders“ oder auch „Born again raw freaks“. Die Bezeichung wurde von der Kanadierin Debbie Tripp erfunden, die das Akronym aber bald nur noch für „Bones and raw food“ verwendete. Dr. Ian Billinghurst, ein australischer Tierarzt und der eigentliche Erfinder der BARF-Methode verwendet BARF auch für „Biologically apropriate raw food.“ Dieser Begriff lieg auch der deutschen Übersetzung von BARF zugrunde: „Biologisch argerechtes rohes Futter.“ Ein weiterer Begriff, mit dem die Rohfütterung von Hunden gelegentlich bezeichnet wird, ist NDF, Natural Dog Food“.

BARF -

Rohfütterung Was bedeutet eigentlich BARF?

Das Akronym BARF war ursprünglich eine spöttische Bezeichnung für Haustierbesitzer, die ihre Hunde und Katzen roh ernährten und bedeutete „Born again raw feeders“ oder auch „Born again raw freaks“. Die Bezeichung wurde von der Kanadierin Debbie Tripp erfunden, die das Akronym aber bald nur noch für „Bones and raw food“ verwendete. Dr. Ian Billinghurst, ein australischer Tierarzt und der eigentliche Erfinder der BARF-Methode verwendet BARF auch für „Biologically apropriate raw food.“ Dieser Begriff lieg auch der deutschen Übersetzung von BARF zugrunde: „Biologisch argerechtes rohes Futter.“ Ein weiterer Begriff, mit dem die Rohfütterung von Hunden gelegentlich bezeichnet wird, ist NDF, „Natural Dog Food“.

Was ist BARF?

BARF ist die Fütterung von Hunden und Katzen mit rohem Fleisch, rohem Gemüse und Knochen. Durch BARF wird versucht, die natürliche Ernährung des Hundes nachzuahmen. In der freien Natur ernähren sich Wölfe nicht nur vom Fleisch ihrer Beutetiere, sondern auch der Mageninhalt der Tiere, in der Regel Pflanzenfresser, wird gefressen. Hinzu kommen noch Beeren, Kräuter und Gräser. Dagegen stehen Getreide und Getreideprodukte nur seltenst auf dem Speiseplan von Caniden. Genau das ist aber der Hauptbestandteil der meisten Fertigfutter. Anatomisch und physiologisch ist der Hund durchaus noch mit seinem Stammvater, dem Wolf, zu vergleichen. Der Verdauungstrakt des Hundes ist mit dem des Wolfes in Aufbau und Funktion identisch. Der Hund ist, genau wie der Wolf, ein opportunistischer carnevorer Allesfresser, und daher ist eine Fütterung des Hundes, die sich an der natürlichen Ernährung des Wolfes orientiert, durchaus angebracht.

Woher kommt BARF

Die Ernährung von Hunden mit Fertigfutter ist eine relativ neue Erscheinung. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Fütterung von Fertigfutter populär, heute gilt sie vielen Hundebesitzern als die einzige Möglichkeit, ihren Hund ausgewogen zu ernähren. So fütterte auch Dr. Ian Billinghurst seine Hunde mit Fertigfutter und empfahl den Besitzern seiner Patienten dasselbe. Durch gesundheitliche Probleme seiner Hunde wurde er angeregt, die Ernährung seiner Tiere zu überdenken. Die Lektüre eines Buchs von Juliette de Bairacli Levy brachte ihn dazu, zur traditionellen Fütterungsmethode – der Fütterung von Essensresten, Küchenabfällen und Knochen – zurückzukehren. Der gesundheitliche Zustand der Hunde besserte sich, und Billinghurst war inzwischen überzeugt davon, dass Fertigfutter sich generell negativ auf den Gesundheitszustand von Haustieren auswirkt. Er entwickelte seine Fütterungsmethode, die inzwischen auf rohen fleischigen Knochen und rohem Gemüse basierte, weiter und es gelang ihm, einige Besitzer seiner Patienten dafür zu interessieren. Viele Hundebesitzer, die ihre Hunde so ernährten, wie es ihnen von Billinghurst vorgeschlagen worden war, berichteten von einer deutlichen Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands ihrer Hunde. Billinghurst Bemühungen, seine Erkenntnisse über die Tierarztpraxen zu verbreiten, scheiterten. Daher verfasste er sein erstes Buch „Give your dog a bone“, das 1993 erschien und vor allem von Züchtern in ganz Australien sehr positiv aufgenommen wurde. Auch in England und Amerika verbreiteten sich Billinghursts Ideen schnell.

Auch in Deutschland wird BARF immer populärer. Dennoch wird diese Fütterungsweise immer wieder kritisch betrachtet, vor allem von Tierärzten. Wissenschaftliche Studien zur Ernährung von Haustieren mit BARF fehlen bislang völlig. Obwohl viele Besitzer von Hunden, die mit BARF ernährt werden, von deutlichen gesundheitlichen Verbesserungen berichten, bleibt BARF leider immer noch in gewisser Weise eine Glaubenssache.

Warum füttert man BARF?

Viele Hundebesitzer, die sich entschließen, ihren Hund mit BARF zu ernähren, wurden durch gesundheitliche Probleme ihres Hundes dazu angeregt, sich mit der Ernährung des Hundes zu beschäftigen. Heutzutage leiden zahlreiche Hunde an Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, oft auf Getreide. Da Getreide aber ein wichtiger Bestandteil vieler Fertigprodukte ist, müssen Alternativen gefunden werden. Auf der Suche nach diesen stößt man fast zwangsläufig auf BARF. Andere Hunde haben zwar keine Unverträglichkeiten, aber ihre Besitzer setzen sich trotzdem intensiv mit der Ernährung von Hunden auseinander, weil sie ihrem Hund die bestmögliche Fütterung bieten wollen. Viele Hundebesitzer finden kein Fertigprodukt, das ihren Ansprüchen genügt und steigen daher auf BARF um. Die Hauptkritikpunkte am Fertigfutter sind folgende:

 Viele Fertigfuttersorten enthalten sehr viel Getreide und wenig Fleisch. Getreide ist zwar ein billiger Energielieferant, entspricht aber nicht der natürlichen Ernährungsweise des Hundes. Getreidereiche Mahlzeiten verbleiben sehr lange im Verdauungstrakt, da nicht ausreichend Magensäfte gebildet werden können. Dadurch können wiederum Bakterien im Magen überleben, was zu Durchfällen, Fehlgärungen und Parasiten führen kann. Hinzu kommt, dass die Bauchspeicheldrüse des Hundes nicht auf größere Mengen Getreide ausgelegt ist und nicht ausreichend Enzyme produzieren kann. Eine krankhafte Vergrößerung der Bauchspeicheldrüse kann die Folge sein. Die Deklarationen auf Fertigfutterpackungen sind oft nicht sehr durchsichtig. Deklariert werden müssen Fleisch, tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Eiweißextrakte, Zucker, Öle und Fette. Genauere Angaben darüber, welches Fleisch verwendet wurde, was genau die „tierischen Nebenerzeugnisse“ sind und woher die pflanzlichen Eiweißextrakte, Zucker, Öle und Fette kommen, sind nicht vorgeschrieben. Große Skepsis herrscht auch Tiermehlen gegenüber. Darin werden Schlachtabfälle, verendete Nutztiere und eingeschläferte Hunde und Katzen verarbeitet. Wenn man Pech hat, verfüttert man dann das Endprodukt dieser Tierverwertung an seinen Hund. Fertigfutter enthält vielfach Konservierungsstoffe, künstliche Zusatzstoffe, Farb- und Geschmacksstoffe.


Der Grund, dass Hundebesitzer sich entscheiden, ihren Hund mit BARF zu ernähren, liegt also vielfach in dem Wunsch zu wissen, was der Hund genau in seinen Napf bekommt.

Was braucht der Hund?

Der Hund benötigt in erster Linie Energie, die durch Proteine, Kohlenhydrate und Fette in der Nahrung zugeführt wird. Wieviel Energie der Hund täglich braucht, hängt von vielen Faktoren wie Alter, Aktivität, Gewicht, Rasse u.v.m. ab.

Eiweiße (Proteine) benötigt der Hund sowohl in tierischer als auch in pflanzlicher Form, wobei er tierisches Eiweiß besser verwerten kann. Proteine bestehen aus 20 Aminosäuren, von denen der Organismus des Hundes 10 nicht selbst herstellen kann. Die Aminosäuren dienen zum Aufbau von Fell, Krallen, Haut und Organen. Auch zur Energiegewinnung sind Proteine sehr wichtig.

Fette sind die wichtigsten Energielieferanten für den Hund und außerdem für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, D, E und K wichtig.

Auch Kohlenhydrate sind als Energielieferanten wichtig. Sie stehen aber in der Energieversorgung des Hundes qualitativ an zweiter Stelle und dienen als Lieferanten für Kurzzeitenergie. Ballaststoffe, die auch zu den Kohlenhydraten zählen, regen die Motorik des Darms an und helfen dadurch bei der Verdauung. Anders als der Mensch braucht der Hund jedoch nur wenig Ballaststoffe.

Als Mengenelemente braucht der Organismus des Hundes Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Chlor und Natrium. Die wichtigsten Mengenelemente für den Hund sind Kalzium und Phosphor. Beide Elemente sind für das Skelett des Hundes und für den Knochenaufbau wichtig. Das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor im Futter sollte immer ausgewogen sein. Die Angaben in Bezug auf das Ideale Kalzium-Phosphor-Verhältnis schwanken allerdings zwischen 1:1 (Reinerth) und 2:1 (Klapproth). Nach Meyer und Zentek ist ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,3:1 bis 2:1 als problemlos anzusehen. Lediglich ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von unter 1:1 kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Früher wurde davon ausgegangen, dass ein Hund 100mg Kalzium pro Kilogramm Körpergewicht benötigt. Neuere Studien des National Research Council belegen allerdings, dass 50mg Kalzium pro Kilogramm Körpergewicht ausreichen, um den Kalziumbedarf des erwachsenen Hundes zu decken. Bei Welpen liegt der Kalziumbedarf um ein vielfaches höher: sie benötigen mindestens 100mg Kalzium pro Kilogramm Körpergewicht, im Zahnwechsel sogar bis zu 200mg.

Spurenelemente, die der Hund benötigt, sind Eisen, Kupfer, Kobalt, Mangan, Zink, Jod, Selen, Zinn, Fluor, Molybdän und Nickel.

Ein Mangel oder Überschuss an Mineralien kann Schäden beim Hund verursachen, allerdings bedarf es dafür einer falschen Fütterung über lange Zeit. Bei einer abwechslungsreichen Fütterung sind Mangel- oder Überschusserscheinungen nicht wahrscheinlich.

Wie ernährt man seinen Hund mit BARF?

Bei der Ernährung des Hundes mit BARF gilt als Grundregel: alles roh! Die Bestandteile des Futters sollten weder gekocht noch erhitzt werden, damit Vitamine und andere wichtige Nährstoffe, die bei hohen Temperaturen denaturieren würden, erhalten bleiben. Grundlage der Ernährung mit BARF sind rohes Fleisch und Innereien, rohes Gemüse und fleischige Knochen. Des Weiteren können verschiedene Zusätze wie Öle, Kräuter, Milchprodukte, Vitamine, Algen und Mineralien dem Futter zugegeben werden. Das Fleisch kann je nach Vorliebe des Hundes und des Hundehalters gewolft oder in größeren Stücken gefüttert werden, Gemüse muss immer fein püriert werden, da der Verdauungstrakt des Hundes die Zellwände des Gemüses nicht selbst zerstören kann. Nur püriertes Gemüse kann richtig verdaut werden. Als Zusatz zu viele Gemüsesorten sind Öle nötig, da einige Vitamine fettlöslich sind und nur über Fett aufgenommen werden können.

Für eine ausreichende Kalziumversorgung sind Knochen wichtig. Möchte man jedoch keine Knochen füttern oder verträgt der Hund sie nicht, kann man den Kalziumbedarf des Hundes auch über Futterzusätze wie Eierschalenpulver oder Kalziumcitrat decken. Dennoch sind Knochen vorzuziehen, da sie außer Kalzium auch andere wertvolle Mineralien, Antioxydantien und wichtige Enzyme enthalten. Zusätzlich reinigen sie das Gebiss und beugen Zahnstein vor.

Getreide kann, muss aber nicht gefüttert werden. Ob man Getreide füttert oder nicht, hängt davon ab, ob man es als Energielieferant für notwendig hält und ob der Hund es verträgt.

Möchte man seinen Hund nicht ausschließlich mit rohem Futter ernähren, gibt es auch die Möglichkeit des „Teil-Barfens“. Dabei bekommt der Hund sowohl rohes Futter als auch Fertigfutter. Hierbei ist wichtig, darauf zu achten, dass die frisches Futter und Fertigfutter nicht gemischt werden, da die beiden Futterarten unterschiedlich lange im Darm verbleiben. Auch ist es ratsam, das Fertigfutter abends zu verfüttern, da das Fertigfutter schwerer verdaulich ist als das frische Futter.

Was darf man füttern und was nicht?

Als Fleischsorten für die Rohfütterung kommen Rind, Geflügel, Kaninchen, Hase, Wild, Pferd, Lamm und Fisch in Frage. Schweinefleisch ist umstritten, da es in rohem Zustand das Aujetzky-Virus übertragen kann, das dem Menschen nichts anhaben kann, aber für Hunde tödlich ist. Zwar ist Deutschland laut EU seit 2003 Aujetzky-frei, doch da es sich hierbei um ein Virus handelt, das dem Menschen nicht schadet, bleibt ein Restrisiko bestehen. Daher muss jeder Hundehalter für sich abwägen, ob er es für sinnvoll hält, Schweinefleisch zu füttern. Aufgrund der Aujetzky-Gefahr sollte man aber in jedem Fall Wildschweinfleisch meiden.

Bei Obst können die meisten Sorten verfüttert werden. Insgesamt ist darauf zu achten, dass die Früchte sehr reif bis überreif sind. Bei Steinobst muss der Stein in jedem Fall entfernt werden, da in den Kernen Blausäure enthalten ist, die in größeren Mengen tödlich wirken kann. Nicht verfüttert werden sollten Holunderbeeren, Physalis, Karambole, Weintrauben und Quitten. Zitrusfrüchte sollten nur in Maßen verfüttert werden, da sie viel Säure enthalten.

Bei Gemüse ist Vorsicht geboten. Einerseits ist enthält es für den Hund wichtige Nährstoffe, andererseits gibt es viele Gemüsesorten, die schädliche Nebenwirkungen haben. Unbedenklich sind Salate, Fenchel, Chinakohl, Gurke, Karotte, Sellerie, Kürbis, Mangold, Radieschen, Rettich, Rote Beete und Zucchini. Nur bedingt geeignet sind alle Kohlsorten außer Chinakohl, da sie blähend wirken. Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Paprika, Tomaten und Aubergine enthalten das für Hunde giftige Solanin. Nur sehr reife Tomaten oder rote, gelbe und orange Paprika können in kleinen Mengen verfüttert werden. Auch gekochte Kartoffeln sind möglich. Niemals verfüttert werden dürfen Auberginen, grüne Paprika, grüne Tomaten und rohe Kartoffeln. Des Weiteren sind Avocados völlig ungeeignet für die Rohfütterung. Sie enthalten das Toxin Persin, das für Hunde tödlich ist. Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen können starke Krämpfe und Blähungen auslösen. Daher sollten auch sie nicht verfüttert werden. Umstritten sind Zwiebelgewächse. Laut Schäfer/Messika sind Zwiebeln, Lauch und Knoblauch giftig bis stark giftig für Hunde und sollten überhaupt nicht gefüttert werden, Reinerth dagegen ist der Meinung, dass Zwiebelgewächse in kleinen Mengen bedenkenlos verfüttert werden können. Laut Meyer/Zentek verursachen Zwiebelgewächse in einer Menge von mehr als 5g pro Kilogramm Körpergewicht am Tag Anämie.

Für die Knochenfütterung eignen sich vor allem weniger harte Knochen von jüngeren Schlachttieren. Geeignet sind vor allem weiche Geflügelknochen und Rippen sowie Brustbein vom Kalb. Diese leisten einen wertvollen Beitrag zur Mineralstoffversorgung. Zur Zahnpflege sind auch härtere Knochen geeignet, die nicht ganz gefressen werden. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass der Hund nicht mehr als 10g Knochen pro Kilogramm Körpergewicht am Tag frisst, da es sonst zu Knochenkot kommen kann.

Futterzusätze sind in den meisten Fällen nicht unbedingt nötig, können aber dem Futter beigemengt werden. Wichtig sind vor allem Öle, da einige Vitamine fettlöslich sind und nur in Verbindung mit Öl aufgenommen werden können. Weitere Futterzusätze sind Algen, Vitamin C, Kräuter, Grünlippmuschelextrakt und Milchprodukte. Vorsicht geboten ist vor allem bei Kräutern, die wegen ihrer Heilwirkung mehrheitlich nur kurweise gegeben werden sollten und bei Milchprodukten, die nicht zum natürlichen Ernährungsspektrum des Hundes gehören und die auch nicht von allen Hunden vertragen werden.

Bedenken gegenüber BARF

Macht rohes Fleisch Hunde nicht aggressiv?

Hierbei handelt es sich um ein Ammenmärchen. Es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen der Fütterung von rohem Fleisch und erhöhter Aggressivität von Hunden.


Kann rohes Fleisch Krankheiten und Parasiten übertragen?

Das ist richtig. Durch den Verzehr von rohem Fleisch können sowohl Krankheiten als auch Parasiten übertragen werden. Gefährlich sind vor allem das bereits erwähnte Aujetzky-Virus, BSE, Salmonellen und Darmparasiten.

Eine Infektion mit der Aujetzky-Krankheit kann vermieden werden, indem dem Hund kein Schweinefleisch verfüttert wird.

Über BSE gehen die Meinungen auseinander. Laut Schäfer/Messika belegen Laborversuche, dass BSE grundsätzlich auf Hunde übertragbar ist, nach Reinerth wurden bislang noch nie Erkrankungen mit BSE ähnlichen Symptomen bei Hunden festgestellt. Auch Meyer und Zentek gehen davon aus, dass Hunde für BSE-Prionen nicht empfänglich sind. Generell gilt, dass die BSE-Gefahr über eine sorgfältige Auswahl der Fleischlieferanten eingedämmt werden kann. Risikomaterial vom Rind wie Hirn, Rückenmark, Augen, Mandeln, Milz und Darm wird in der Regel entsorgt und kommt nicht in den Handel.

Vor Salmonellen wird immer wieder bei der Verfütterung von rohem Geflügel gewarnt. Doch in jedem gesunden Hunde-Verdauungstrakt befinden sich im Normalfall Salmonellen. Da der Hund über einen kürzeren Verdauungsweg verfügt als der Mensch und zudem aggressive Verdauungsenzyme besitzt, schaden sie in geringer Zahl nicht. Bedenklich wird es erst, wenn Salmonellen in großer Zahl auftreten oder der Hund ein geschwächtes Immunsystem hat. Um die Gefahr einer Salmonelleninfektion gering zu halten, sollten Hack- und Geflügelfleisch gerade so lange ungekühlt stehen gelassen werden, bis sie Zimmertemperatur erreicht haben. Außerdem sollte das Tauwasser von Geflügelfleisch weggeschüttet werden.

Darmparasiten können zwar oral über rohes Fleisch aufgenommen werden, aber genauso wahrscheinlich ist eine Aufnahme über die Nase, wenn der Hund beispielsweise am Kot eines infizierten Hundes schnüffelt. Genau wie bei Hunden, die mit Fertigfutter ernährt werden, ist es bei Hunden, die mit BARF ernährt werden ratsam, regelmäßig zu entwurmen oder Kotproben auf Wurmbefall untersuchen zu lassen.

Kann man seinen Hund mit BARF überhaupt ausgewogen ernähren?

Eine Frage, die sich bei der Ernährung mit BARF immer wieder stellt, ist die nach der Ausgewogenheit des Futters. Seit langer Zeit wird Hundebesitzern von der Futtermittelindustrie und der Werbung suggeriert, dass es ohne Fertigfutter gar nicht möglich ist, seinen Hund ausgewogen zu ernähren. Tierärzte unterstützen diese Ansichten nur allzu oft und trauen Hundebesitzern nicht zu, ihren Hunden ausgewogene Mahlzeiten zusammenzustellen. Es gibt aber auch Gegenstimmen: Erik Zimen wendet sich entschieden gegen einen ausschließliche Fütterung mit Fertigfutter: „Lassen wir uns doch nicht von den Hundefutterherstellern für dumm verkaufen! [… es ist] sicher für den Hund gesünder, er bekommt beim Schlachter gekauften frischen Pansen und ein paar Knochen dazu als denaturierten Einheitsfraß.“ Tatsache ist: es ist bestimmt nicht möglich, seinen Hund mit Eigenmischungen jeden Tag auf das Milligramm genau ausgewogen zu ernähren – das ist aber auch gar nicht nötig! Ausgewogenheit wird nicht durch die tägliche Aufnahme ein und derselben Nährstoffe in immer der gleichen Menge, sondern über Wochen oder sogar Monate erzielt. Beim Barfen wird darauf geachtet, dass über einen bestimmten Zeitraum, meist über einen Monat, alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden. Dies erreicht man mit frischer, abwechslungsreicher Kost.


Ist BARF nicht furchtbar teuer?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Im Vergleich zu Fertigfutter vom Discounter ist BARF sicher teurer, doch Premiumfutter kann in vielen Fällen wiederum teurer sein als BARF. Es kommt darauf an, welche Einkaufsmöglichkeiten man hat. Im Internet bieten verschiedene Futterfleischhandel günstiges Fleisch für Hunde und Katzen an, und wenn man Glück hat, kann man vielleicht sogar günstig Fleisch vom örtlichen Metzger beziehen.

Ist BARF nicht sehr zeitaufwändig?

Natürlich benötigt man zum Barfen mehr Zeit als zur Fütterung mit Fertigfutter. Gerade am Anfang ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen. Man muss sich gründlich informieren und viel lesen, um nichts falsch zu machen. Die Erstellung der Futterpläne dauert ohne Übung zunächst auch lange. Zudem muss Zeit für die Suche nach Einkaufsmöglichkeiten für Fleisch eingeplant werden. Es kann eine Weile dauern, bis man bezahlbare und zuverlässige Quellen gefunden hat. Mit zunehmender Übung verringert sich auch der Zeitaufwand. Durch geschickte Organisation ist es möglich, Tagesportionen für einen bestimmten Zeitraum vorzubereiten und einzufrieren. Dann müssen am entsprechenden Tag nur noch Fleisch und Gemüse aufgetaut und mit den Zusätzen vermengt werden.

Sind Knochen denn nicht schädlich für den Hund?

Knochen sind für den Hund nur in gekochter Form gefährlich. Solange Knochen roh gefüttert werden, sind sie entweder leicht zu zerbeißen – das ist vor allem bei Geflügelknochen der Fall – oder so hart, dass sie nicht splittern, wie bei Rinderknochen. Erhitzt man Knochen, so wird die Knochensubstanz hart und splitternd, was zu schweren Verletzungen führen kann. Zudem sind gekochte Knochen unverdaulich für den Hundemagen. Trotzdem sollte man zu Anfang nur sehr weiche Knochen wie Hühnerhälse und –flügel oder Kalbsknochen verfüttern und genau beobachten, wie der Hund mit der ungewohnten Nahrung umgeht.

 Barf es mal was anderes sein?                                                                             1. August 2002

Allein in Deutschland gibt es 430 Futtermittelhersteller. Wann kommt der erste Skandal bei Hundefuttern ans Tageslicht? Wer kontrolliert die Tierfutterhersteller? Keine neutrale Institution, das machen sie schon selber, mehr oder weniger glaubwürdig.

Barf - ist das die Lösung? Information darüber sind im Top-Thema zu lesen, und zwar emotionslos. Eiferer und Emo`s haben bei Informationen mit Für und Wider (auch dies geht nur in einem überschaubaren Mass, aber eben nicht masslos) werden hier nicht fündig.

Je heisser ein Thema ist, desto kühler muss es serviert werden. BARF ist ein emotional überhitztes Thema, weil viel Meinung in Halbwissen und - wahrheiten gemixt wird, ein Schuss modische Esoterik und missverstandene Natürlichkeit hinein, eine Portion cayennepfefferartiger Chemie-Hass, schon ist ein neues Rezept auf dem Markt. Man kreiert es dann als Philosophie. Am liebsten als Neue Natürlichkeit genossen.

Ganz so einfach ist auch das eben nicht. Die Abkehr, die Skepsis gegenüber der Industrie und ihren Produkten ist verständlich. Ich warte schon lange auf den ersten entdeckten Skandal. Aber ich warte auch auf Beweise dazu.

Leider verfallen auch die Barfer in sektiererische Überredungstechniken, und diskreditieren andere Ernährungs-Überzeugungen ziemlich geschmäcklerisch. Ich empfehle denen jedoch Selbstreflektion, denn eine Anhängerin stellt auf ihrer Internet-Homepage auch "gesunde Schäferhunde" vor, zeigt aber ausgerechnet jene besonders stark abfallende Rücken, die selbst der stockkonservative Verein dieses Hundes nicht mehr für gut heisst.

Die Barferin propagiert diese krankmachende Rückenlinie als anatomisches Beispiel. Klassischer Knieschuss in Sachen Gesundheit.

Licht und Schatten gibt es überall. Man darf wegen dieser und anderer Fehlleitungen und Verirrungen nun der Wiederentdeckung des so genannten Natürlichfütterns oder BARF-Idee keinen Strick drehen.

Mir erscheint die vernünftige Erfahrung und Kenntnis und die Differenzierung des australischen Tierarztes Billinghurst mitsamt dem von keiner Mode infizierbaren Primus der Wolfsforscher, David Mech, dennoch eine überlegenswerte Alternative. Billinghurst will nun auch wissenschaftliche Belege sammeln, die bisher durch Emotionen und eigenes, mitunter krudes Gebräu von nicht begründenden Fans gewürzt wurden. Der Hinweis auf Mech kann                    auch nicht dafür herhalten, dass die Ernährungsgewohnheiten von Wildcaniden nun wieder - nach jahrtausendelanger Domestikation - quasi rückgängig gemacht werden könne. Das               gehört zur wildromantischen Verklärung, in die sich manche Barfer gern einlullen.
Die meisten Halter machen kein Gedöns um die richtige oder falsche Ernährung; die             Hunde haben menschliche Ernährungs-"Diskussionen" seit der Domestikation überlebt. Bei vielen Barfern hört nämlich die "Natürlichkeit" bereits bei der Fütterung auf.
Viele Halter füttern - wie ich - schon lange wie "Teilchen"-Barfer. Das Risiko ist ähnlich wie bei Industriefutter: dort muss man dem Hersteller, hier dem Metzger vertrauen.
Wolf bekomms.
Passen Sie gut auf Ihre Hunde auf

Ihr

Rainer Brinks© Swanie Simon 2001- www.barfers.de 1

Zur Ernährung des Hundes

Die Ernährung ist wahrscheinlich das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit. Leider haben die meisten Hundebesitzer die Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes an die Tierfutterhersteller abgegeben. Es ist bequemer und einfacher, einen Sack Futter zu kaufen und den Angaben des Herstellers zu glauben, als sich eingehend mit dem ThemaErnährung zu beschäftigen.
Das Ergebnis der Fütterung mit dieser auf Getreide basierenden Nahrung wird immer
deutlicher durch den enormen Zuwachs an Krankheiten in unserer Hundepopulation.
Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreas-Insuffizienz, Hautprobleme, Nieren- und
Lebererkrankungen, Immunschwäche, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach mit „Überzüchtung“ erklären.
Ein Organismus braucht mindestens 10.000 Jahre, um sich auf eine totale Ernährungsveränderung umzustellen. Um sich auf Fertigfutter umzustellen, hatte der Hund etwa 60 Jahre. In diesen 60 Jahren hat sich der allgemeine Gesundheitszustand unserer Hunde drastisch verschlechtert.
Das hängt UNBEDINGT mit der schlechten Ernährung zusammen.
Viele Tierärzte, Züchter und Hundebesitzer sind heute der Meinung, dass Fertigfutter
einer der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen
Alternativen zu Fertigfutterprodukten. Eine dieser Alternativen, die mittlerweile
Befürworter in der ganzen Welt hat, ist die sogenannte BARF-Ernährung.

BARF – was ist das?

Das Akronym BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp benutzt, um die
Leute zu bezeichnen, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernähren, und um das
Futter selber zu bezeichnen. In diesem Fall bedeutete das Akronym Born Again Raw
Feeders (neugeborene Rohfütterer) oder Bones And Raw Foods (Knochen und rohes
Futter).
Später wurde dem Akronym noch die Bedeutung „Biologically Appropriate Raw Foods“
(biologisch geeignetes rohes Futter) gegeben. Das Witzige an diesem Begriff ist, dass
BARF in Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet, was bei einigen Neueinsteigern, die nun mit rohem Fleisch, Pansen und Innereien hantieren, sicherlich ein etwas gequältes Lächeln hervorbringen dürfte.
Ich habe B.A.R.F. übersetzt in Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, damit es in
Deutsch auch verständlich ist. Da das Akronym BARF für verschiedene Leute
verschiedene Bedeutungen hat, muss ich kurz klarstellen, dass es für mich einfach
Rohfütterung bedeutet und nicht einen bestimmten Diätplan bezeichnen soll.
Somit ist B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) ein Begriff, der Futter
beschreibt, das aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird
und roh verfüttert wird. Hierbei versucht man so weit wie möglich die Ernährung eines
wild lebenden Kaniden, wie zum Beispiel die des Wolfes, zu imitieren.

Fertigfutter – was ist das?

Den wenigsten Hundebesitzern dürfte klar sein, was alles für “leckere” Sachen in diesen Futtersäcken sind. Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und
Geschmacksverstärkern wissen schon viele, und es gibt inzwischen auch zahlreiche
Marken, die angeblich ohne diese Schadstoffe auskommen. Wie ihr Futter trotzdem
mindestens ein Jahr haltbar sein kann, erklären sie nicht. Fakt ist, dass die
Hundefutterhersteller ihre Grundsubstanzen so einkaufen, dass die Konservierungsstoffe schon enthalten sind. Deshalb brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen und sie auch nicht zu deklarieren. Anders ausgedrückt:
Wenn auf einem Hundefuttersack steht „keine Zusatzstoffe“, dann heißt das nur, dass
der Hersteller bei seiner Verarbeitung keine Zusatzstoffe hinzugefügt hat; er darf das
also auch dann, wenn er Vorprodukte, also Tier- und Getreidemehle, mit
Konservierungsstoffen verwendet.
Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten. Dazu muss man erst wissen, was alles erlaubt ist unter Begriffen wie "Tierische Nebenprodukte", "Geflügelfleischmehl", „Trockenschnitzel", "Fischmehl" oder"Knochenmehl".
Im folgenden einige Tierkörperteile, die auch in den besseren Hundefutterprodukten
enthalten sind: Hühner: Füße, Schnabel, Federn, Kot; Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin; dazu der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken. Füße,Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der bei der
Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff (eigentlich stammt er ja aus dem Horn von
Schnabel und Krallen und nicht aus einem Protein) in die Analyse eingeht und so den
Rohproteinwert des Futtermittels erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden kann.
Alle Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60 – 90 Prozent) aus Getreide, was
man in der Analyse umgeht, indem man die Getreidesorten einzeln auflistet. So ist es
möglich, Fleischmehl als erste Zutat aufzuführen, obwohl zusammengerechnet die Haupt- Zutat gemischtes Getreide ist. Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden zerstört, verändert oder beschädigt durch die Erhitzung im Herstellungsverfahren, viele Narkosemittel und Medikamente jedoch nicht. Auf diese Substanzen wird das Futter aber nicht untersucht. Schon mal überlegt, wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge landen?
Antwort: Knochen- und Fleischmehl!
Dazu kommt, dass die Abdeckereien sich oft nicht einmal die Zeit nehmen,
Flohhalsbänder von verendeten oder eingeschläferten Tieren oder die
Plastikverpackungen von abgelaufenem Supermarkt-Fleisch zu entfernen, bevor diese zu Knochen- oder Fleischmehl verarbeitet werden.
Gerne verwendet man auch Füllstoffe wie Rotebeetemasse, da sie den Stuhl dunkel
färben und lange im Darm bleiben, was dazu führt, dass der Stuhl sehr fest ist - ein
beliebtes Verkaufsargument vieler Hersteller.
Auch benutzen die Fertigfutterhersteller gerne Bezeichnungen wie „Zellulose“, was meist einfach eine unverdächtig klingende Bezeichnung für Sägemehl ist.
Zellulose ist laut Definition "ein pflanzliches Polysaccharid mit linearem Aufbau aus
Cellobiose- bzw. Glucose-Molekülen. Unlöslich in Wasser, löslich in konzentrierter
Phosphorsäure, kalten konzentrierten Laugen; durch konzentrierte Mineralsäuren
hydrolysierbar bis zur Glucose; natürlich vorkommend in der Zellwand von Mikroben u.
Planzen (bis zu 50 Prozent des Holzes). Kann durch Cellulasen bei Pflanzenfressern
bakteriell abgebaut werden. Wird technisch gewonnen als Zellstoff".
(Lexikon Medizin, Urban & Schwarzenberg 1997)
Oder, anders ausgedrückt, kein geeignetes Hundefuttermittel!

Der Hund ist ein Karnivor!

Wie sein Vorfahr, der Wolf, gehört der Hund zur Ordnung der Karnivoren, wobei der Wolf kein reiner Fleischfresser ist. Außer Beutetieren frisst der Wolf Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot der Pflanzenfresser. Überwiegend frisst der Wolf jedoch Großwild; vom Beutetier wird alles aufgefressen bis auf die größeren Knochen, einen Großteil von Haut und Fell und einen Teil des Magen-Darm-Inhalts.
Durch den Verzehr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn lebenswichtigen
Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.
Der Hund hat das Gebiss eines Karnivoren, mit kräftigen Eckzähnen, um die Beute zu
greifen und Backenzähnen mit scharfen Kanten, um Fleisch und Knochen durchbeißen zu können. Im Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel und produziert vergleichsweise sehr wenig Speichel. Hundespeichel ist sehr zähflüssig und dient als Gleitmittel für die Nahrung, die beim Fleischfresser meist aus größeren Brocken besteht. Der Magen des Hundes ist im Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß: achtmal so groß wie ein Pferdemagen, in Relation zum Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure als die des Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter 1 (Mensch: pH-Wert 4 bis 5). Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch. Der Darm des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des Pflanzenfressers. Die vollständige Verdauung von Fleisch und Knochen dauert beim Hund maximal 24 Stunden;
Pflanzenfresser brauchen für die Verdauung vier bis fünf Tage. All diese Fakten sprechen eindeutig dafür, dass der Hund ein Fleischfresser ist und eine auf Getreide basierende Ernährung grundsätzlich falsch ist für diese Spezies.
Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige Probleme beim Hund. Die
Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt,
folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es kommt zu Fehlgärungen, Durchfall,
Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide, weil im hocherhitztem Fertigfutter kaum noch Enzyme vorhanden sind und die Verdauung des Hundes auf große Mengen von pflanzlicher Nahrung keineswegs eingestellt ist.
Das Kochen von tierischen Eiweißen verändert viele der Aminosäuren-Ketten und macht sie für den Hund größtenteils unbrauchbar. Eiweiße werden durch Kochen schwer verdaulich, zudem gehen dabei viele Mineralien verloren. Auch wenn man das
Kochwasser hinzufüttert, sind diese Mineralien größtenteils nicht mehr verwertbar für den Hund. Der Hund hat einen anderen Bedarf an Aminosäuren als die Pflanzenfresser, und diese Aminosäuren sind fast alle in rohem Fleisch enthalten. Ohne diese Aminosäuren kann der Hund kein gesundes Gewebe und kein gesundes Immunsystem aufbauen. Das Fett im Fertigfutter wird durch Konservierungsmittel wie Ethoxiquin, BHA und BHT haltbar gemacht. Diese Konservierungsmittel können die Bildung von weißen Blutkörperchen verhindern, das Immunsystem schwächen und die Aufnahme von Glucose blockieren und dürfen wegen Krebsverdacht in Nahrungsmitteln für den Humanverzehr nicht verwendet werden. Omega-3-Fettsäuren fehlen meist gänzlich im Fertigfutter, weil sie nicht lange haltbar gemacht werden können.
Letztendlich sind gekochte Nahrungsmittel völlig tot. Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden zerstört oder in einen unbrauchbaren Zustand gebracht. Teilweise werden diese Zutaten dem Fertigfutter nachträglich zugeführt, aber oft sind es billige, chemisch hergestellte Präparate, die nur schwer verwertet werden können.
Im günstigsten Fall überlebt der Hund scheinbar gesund; doch oft genug kommt es zu
Erkrankungen. Das Immunsystem wird geschwächt durch den Mangel an Enzymen,
Aminosäuren, Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren; die überforderte
Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr richtig; durch die fehlende Zahnhygiene
entstehen Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul, die wiederum das
Immunsystem schwächen. Einige neue unabhängige Untersuchungen haben gezeigt,
dass der Zahnstein und die darauf folgende Gingivitis (Zahnfleischentzündung) beim
Hund eine Immunschwäche verursachen.
Inzwischen gibt es diverse Diätfutter, um die Erkrankungen zu behandeln, die durch das Füttern von Fertigfutter überhaupt erst entstanden sind. Wenn es nicht so traurig wäre,könnte man über diese Ironie lachen.

Was nun?

Aus Sorge um die Gesundheit ihrer Hunde haben sich immer mehr Züchter und
Hundebesitzer in den letzten Jahren gründlich mit der Ernährung ihrer Tiere befasst.
Dabei sind viele auf die natürliche, artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch und
Knochen gekommen. Ältere, fast vergessene Bücher, wie die von Juliette de Bairacli
Levy, fanden auf einmal neue Leser, und viele neue Bücher zum Thema kamen auf den
Markt.
Juliette de Bairacli Levy möchte ich noch kurz erwähnen, denn diese außer- gewöhnliche Frau hatte bereits in den 50er und 60er Jahren vor der Gefahr des Fertigfutters und vor Impfungen gewarnt und immer die Ernährung mit frischen, rohen Zutaten befürwortet.
Die Züchter, die ihren „natural rearing“-Methoden über Jahrzehnte treu blieben,
berichteten von durchgängig gesunden Hunden in Zeiten, in denen man immer mehr von kranken Hunden hörte.
Inzwischen füttern viele Menschen ihre Hunde nach den Prinzipien von BARF und
berichten von erstaunlicher Besserung ihres Gesundheitszustands. Hautprobleme
verschwinden, die Hunde haben mehr Energie, die Hündinnen haben mit Trächtigkeit und Welpenversorgung weniger Probleme, und die Welpen wachsen langsamer und gesünder auf. Viele gesundheitliche Probleme verschwinden oder verbessern sich nach der Umstellung auf BARF.
Bei der natürlichen Ernährung wird versucht, die Nahrung eines wild lebenden Kaniden
nachzuahmen. Da es wohl kaum möglich ist, ganze wildlebende Tiere zu verfüttern, muss man sich mit den Nahrungsbedürfnissen des Hundes auseinandersetzen. Es kann zur Fehlernährung kommen, wenn man nur Fleisch füttert. Es gibt einiges zu beachten, zum Beispiel das Alter des Tieres, seinen Gesundheitszustand und natürlich, dass der Hund mit allen Nährstoffen in ausreichenden Mengen versorgt wird.
Heutzutage gibt es im Internet viele Websites und Foren, wo man Informationen und Rat erhalten kann. Auch können Sie sich an einen Tierheilpraktiker oder Tierarzt wenden, der sich mit dem Thema auskennt. Am Ende dieses Beitrags finden Sie einige Links und Buchtitel zur artgerechten Ernährung.
Nur Mut: Diese Art von Fütterung ist viel einfacher, als man denkt.

Vorurteile

Viele Hundebesitzer haben Bedenken, BARF zu füttern, weil die Fertigfutterhersteller und Tierärzte immer wieder vor rohem Fleisch und Knochen warnen. Rohes Fleich  sei
gefährlich – der Hund werde Parasiten oder Salmonellen bekommen, heißt es. Nur durch Fertigfutter könne der Nährstoffbedarf des Hundes gedeckt werden, wird behauptet. Knochen seien lebensgefährlich, warnt die Fertigfutterlobby. Rohernährung sei viel zu teuer und zeitaufwändig, heißt es. Wie oben schon erklärt worden ist, besitzt der Hund den Verdauungsapparat eines Karnivoren; das heißt, die gesamte Verdauung des Hundes ist auf rohes Fleisch und Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Bakterien sowie Parasiten sind allgegenwärtig – ein gesunder Organismus wird damit problemlos fertig. Die Magensäure des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und Fleisch problemlos verdauen. Da durch den Schlüsselreiz Fleisch ausreichend Magensäfte produziert werden, werden bei der Rohernährung schädliche Bakterien vernichtet, und es kommt äußerst selten zu Parasitenbefall.
Es ist gar nicht notwendig, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu
verabreichen. Eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die
Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in
der Natur passiert. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter
schlimm, wenn ein Hund eine gewisse Zeit etwas einseitig isst, vorausgesetzt, man
füttert in der Regel recht abwechslungsreich.
BARF zu füttern ist nicht wesentlich zeitaufwändiger oder teurer als Fertigfutter zu
füttern. Am Anfang machen sich viele Sorgen, dem Hund könnte etwas fehlen, und
neigen dazu, zu viele Ergänzungsmittel zu füttern oder darauf zu achten, dass der Hund täglich alles bekommt. Mit der Zeit legen sich diese Sorgen und der Zeitaufwand wird geringer. Fleisch und Knochen, die man zur BARF-Ernährung nutzt, sind meist
Überbleibsel von Fleisch für unsere Ernährung und deswegen nicht teurer als ein
mittelmäßiges Hundefutter.
Rohfleisch macht böse! Ein Märchen das sich hartnäckig hält. Hunde verteidigen natürlich ihr Fleisch gegen andere Hunde - das hat aber keine Auswirkungen auf das Verhältnis Mensch/Hund, sondern ist eine Erziehungsfrage.

Vorteile
Kein Zahnstein
Kein übler Hundegeruch
Weniger Parasiten
Starkes Immunsystem
Wesentlich kleinere Kotmenge
Starke Bänder und Sehnen
Bessere Muskulatur
Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
Weniger Wachstumsprobleme
Risiko von Magendrehung drastisch reduziert
Schönes, gesundes, glänzendes Fell

Praktische Fütterung mit BARF

Es ist nicht möglich, einen Ernährungsplan zu schreiben, der die Bedürfnisse jedes
Einzelnen deckt. Da Hunde verschieden sind, müssen Sie Ihren Hund gut beobachten undgegebenenfalls den Ernährungsplan anpassen. Es gibt Hunde, die kein Getreide vertragen oder rohes Fleisch und Knochen anfangs nicht ohne weiteres verdauen können. Manche Hunde mögen Innereien oder Gemüse einfach nicht. Der folgende Diätplan ist nur als Anhaltspunkt gedacht. Die Notwendigkeit, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen, ist nicht gegeben. Eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in der freien Natur passiert. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter schlimm, wenn ein Hund mal eine gewisse Zeit etwas einseitig isst. Wenn Sie in Urlaub fahren oder wenig Zeit haben, können Sie morgens z.B. einfach ein paar fleischige Knochen füttern.
Fleisch sollte in möglichst großen Stücken oder am Knochen gefüttert werden, da das
Kauen wichtig für die Zahnpflege ist. Fleisch und Getreide nicht mischen, ansonsten
können Blähungen entstehen. D.h. der Hund muss in der Regel zweimal täglich gefüttert werden, wenn Sie Getreide füttern möchten. Dieses ist aus zwei Gründen besser, erstens ist es gut, Zutaten zu trennen, zweitens ist die Gefahr einer Magenumdrehung wesentlich geringer, wenn die Futterration auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt wird. Einmal wöchentlich sollten nur Flocken oder Gemüse gefüttert werden, gefolgt von einem Fasttag, d.h. 5 Tage wöchentlich Fleisch füttern, einen Tag fleischlos und einmal fasten. Wenn der Hund das Fasten nicht gut verträgt, reicht es auch, wenn man ein- bis zweimal pro Woche fleischlos füttert. Sie können das Gemüse entweder alleine als Mahlzeit geben oder zum Fleisch beifüttern. Es gibt Hunde, die das Gemüse nicht so gerne essen. In diesem Fall kann man entweder Hackfleisch oder Thunfisch dazu mischen oder Leber mitdem Gemüse pürieren. Wenn wir davon ausgehen, dass der Hund zweimal am Tag gefüttert wird, also 12 Mahlzeiten/Woche, sollten bei 8 Mahlzeiten Fleisch/Knochen dabei sein, 4-mal Gemüse und ca. 4-mal Getreide/Milchprodukte.

Beispiel:
4 reine Fleisch/Knochen-Mahlzeiten
4 Fleisch/Knochen- und Gemüse-Mahlzeiten
4 Getreide/Milchprodukt-Mahlzeiten
Wenn Sie Getreidefrei füttern möchten, sollte das Gemüse 10-25%; die
Fleisch/Innereien/fleischige Knochen 75-90% der Gesamtration sein. Der Knochenanteil
(gemeint sind RFK = rohe, fleischige Knochen) sollte nicht 30% der Gesamtration
übersteigen; ideal wäre 10%.
Getreide-Mahlzeit:
Flocken mit Buttermilch, Ziegenmilch oder Karottensaft. Dazu ab und zu ein Ei oder
Hüttenkäse, Joghurt usw. Es gibt Hunde, die Getreideprodukte nicht vertragen bzw.
dagegen allergisch sind. Es ist nicht notwendig, Getreide zu füttern, es kann durchaus
weggelassen werden. Allergischen, arthritischen oder krebskranken Hunden sollte kei
Getreide gefüttert werden.
Fleisch-Mahlzeit:
Fleisch und Knochen mit Kräutermischung und Ölmischung

Gemüse-Mahlzeit:
frisches, püriertes und/oder sehr leicht gedünstetes Gemüse & Grünzeug - auch mit
Leber oder Joghurt oder Hüttenkäse. Dazu Öl (1 bis 2 Tl)

Was kann man alles füttern?

Flocken
Hafer, Gerste, Hirse, Amaranth, Roggen, Weizenkleie, Kokosflocken, Maisgrieß oder
Flocken
Fleisch/Knochen
Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle Knochen, insbesondere die weicheren
Lamm: wie Rind, jedoch nicht Pansen
Huhn: ganze Hühner, Hälse, Rücken, Leber, Herz - nur roh!!
Fisch: ganze Fische, nur roh
Eier: mit Schale, roh
Innereien: nur ein- bis zweimal pro Woche
Leber ca. 200 bis 300 g (bei einem Hund von 30 kg)
Pansen/Blättermagen ein- bis zweimal pro Woche
Schweinefleisch meiden oder gut abkochen!!
Gemüse
Salate, Möhren, Zucchini, Broccoli, Keimlinge, Kräuter (Löwenzahn, Brennessel,
Schachtelhalm): eigentlich alles, je grüner, desto besser, immer abwechseln.
Rohe Kartoffeln, Avocados und Zwiebeln meiden.
Obst
Äpfel, Bananen, Trauben* , Apfelsinen, Kiwis usw.
Kräuter
Seealgenmehl, Alfalfa, Hagebutten, Brennessel, Schachtelhalm, Dill, Löwenzahn,
Borretsch, Petersilie - alle möglichen Garten- und Wildkräuter
Kleine Mengen, viel Abwechslung!
Öle
Fischöl, Hanföl, Distelöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl,
Abwechselnd.
Lebertran (Vit. A u. D) - 1 Tl ein- bis zweimal pro Woche, vor allem im Winter
Vitamine
bei Stress oder Krankheit: Vit. C , Vit. E, Vit. K1 , evtl. B-Komplex
1 - 2 mal pro Woche eine Prise Meeres- oder Kristallsalz
* Es gibt Fälle, in denen Hunde Vergiftungen erlitten nach dem Genuss von Rosinen und/oder Trauben. Woran das liegt, ist noch nicht nachgewiesen worden, es ist möglich, dass es sich um Trauben/Rosinen handelte, diemit Pestiziden oder Pilzmitteln behandelt worden sind. Aus diesem Grund muss  ich zur Vorsicht bzw. Verzicht raten. Ich füttere meinen Hunden seit 25 Jahren immer wieder kleine Mengen Trauben/Rosinen und habe noch nie ein Problem damit beobachtet oder je eine solche Vergiftung in meinem Umfeld erlebt. Juliette da Bairacli Levy sagte mir, dass sie in 70 Jahre Hundehaltung eine Vergiftung mit Trauben/Rosinen nie bei ihren oder den
Tausenden ihr bekannten Hunden erlebt hat.
Fazit: wenn Trauben/Rosinen, dann Bio und in Kleinstmengen (unter 10 g)

Anhang

Literatur zu BARF:
Deutsch:
B.A.R.F. – Biologische Artgerechte Rohe Fütterung“ von S. Simon
"Das neue Kräuterhandbuch für den Hund“ von Juliette de Bairacli Levy – in
2008 erhältlich
Hundezucht naturgemäß mit Liebe und Verstand“ von Ilse Sieber & Eric H.
W. Aldington
"Gesunde Hunde Magazin" das Magazin zur artgerechten Hundehaltung
www.gh-magazin.de
"Mein Hund, Natürlich Gesund" von Silvia Dierauer - Unabhängiger Ratgeber
zur Förderung der Gesundheit Ihres Hundes mit dem Schwerpunkt
Ernährung. Bestellinfos - www.meinhund.ch

Internetseiten zu BARF:
www.barfers.de - BARF und Naturheilpraktik für Hunde
www.gesundehunde.com - Forum Naturheilpraktik und Artgerechte
Ernährung des Hundes
http://surf.agri.ch/dierauer - Homepage von Silvia Dierauer
http://de.groups.yahoo.com/group/D-BARF - offene BARF-E-Gruppe
Zu den Themen:
- Artgerechte Ernährung des Hundes mit BARF
- Kräuterheilkunde für Hunde
- Impfproblematik

Kontakt:
Swanie Simon
Münchweiler 8
66687 Wadern
derhof@t-online.de
Tel: +49 (0)6874-183914
www.barfen.de

Sehr gute Informationen rund um das Barfen erhalten Sie auch auf der Internetseite vom Kennel Heart and Soul